Rügen und die Ostseeküste – Natur pur an der deutschen Küste

Rügen ist die größte Insel Deutschlands – und eine der schönsten. Kreidefelsen die weiß ins Meer leuchten, endlose Buchenwälder die bis ans Wasser reichen, weitläufige Strände die auch im Sommer ruhige Ecken haben und eine Landschaft die Caspar David Friedrich so beeindruckt hat dass er sie immer wieder gemalt hat.

Die Ostseeküste rund um Rügen ist mehr als ein Strandziel. Sie ist eine Naturlandschaft die in ihrer Vielfalt kaum zu überbieten ist – und für Reisende die wirklich ankommen wollen einer der schönsten Orte in Deutschland.

Warum Rügen für Naturreisende so besonders ist

Rügen hat eine geologische und landschaftliche Vielfalt die für eine Insel dieser Größe außergewöhnlich ist. Im Norden die Kreidefelsen des Nationalparks Jasmund, im Osten die weiten Strände des Ostseebades Binz, im Westen die Boddenlandschaft mit ihren flachen Gewässern und Vogelparadiesen und im Süden die ruhigen Buchenwälder des Südstrandes.

Das bedeutet: Man kann auf Rügen mehrere Tage verbringen ohne dasselbe zweimal zu sehen – und jedes Mal eine andere Art von Natur erleben.

Die schönsten Naturorte auf Rügen

Nationalpark Jasmund – die Kreidefelsen

Die Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund sind das Wahrzeichen Rügens – und einer der beeindruckendsten Naturanblicke Deutschlands. Der Königsstuhl mit seinen 118 Metern ist der bekannteste Aussichtspunkt, aber die Wanderwege entlang der Steilküste sind das eigentliche Erlebnis.

Der Hochuferweg von Sassnitz bis zum Königsstuhl ist einer der schönsten Küstenwanderwege Deutschlands – gut ausgebaut, abwechslungsreich und mit Ausblicken die man nicht vergisst. Die Wälder hinter den Klippen gehören zu den ältesten Buchenwäldern Europas und sind UNESCO-Weltnaturerbe.

Ideal für: Reisende die Natur in ihrer dramatischsten Form suchen. Entfernung von Stralsund: ca. 40 Minuten.

Kap Arkona – das nördlichste Ende Rügens

Kap Arkona ist der nördlichste Punkt Rügens – und einer der wildesten. Zwei historische Leuchttürme, Windschutz und eine Weite die das Gefühl gibt am Ende der Welt zu stehen. Von hier aus sieht man bei klarem Wetter bis zur dänischen Insel Møn.

Was Kap Arkona besonders macht ist die Stimmung. Besonders morgens früh oder abends wenn die Tagestouristen weg sind hat das Kap eine Atmosphäre die sich tief einprägt.

Ideal für: Reisende die Weite und Dramatik suchen.

Bodden und Vogelparadies Westrügen

Die Boddenlandschaft im Westen Rügens ist das Gegenstück zu den dramatischen Kreidefelsen – flach, still und voller Leben. Die flachen Gewässer zwischen Rügen und dem Festland sind ein Paradies für Vögel und damit auch für alle die Natur beobachten wollen ohne weit zu gehen.

Im Herbst sammeln sich hier zehntausende Kraniche bevor sie in den Süden ziehen – eines der großartigsten Naturschauspiele Deutschlands das man einmal gesehen haben sollte.

Ideal für: Reisende die stille Naturbeobachtung dem großen Erlebnis vorziehen.

Prora und der Nordstrand – Strand ohne Gedränge

Prora hat eine bewegte Geschichte – die riesige NS-Anlage am Strand wird heute teilweise als Hotel und Appartementanlage genutzt. Der Strand selbst ist einer der längsten und breitesten der deutschen Ostseeküste und hat auch im Sommer ruhige Abschnitte wenn man etwas von den Hauptzugängen weggeht.

Ideal für: Reisende die einen langen ruhigen Strandspaziergang suchen.

Die Ostseeküste jenseits von Rügen

Hiddensee – die autofreie Insel

Hiddensee liegt westlich von Rügen und ist per Fähre erreichbar – und auf der Insel gibt es keine Autos. Das allein macht Hiddensee zu einem der ruhigsten Reiseziele Deutschlands. Fahrräder und Pferdewagen sind das einzige Fortbewegungsmittel, die Insel ist schmal und überschaubar und die Atmosphäre ist eine die man sich kaum vorstellen kann bis man sie erlebt hat.

Ideal für: Reisende die absolute Ruhe und Entschleunigung suchen.

Usedom – Kaiserbäder und Strandpromenaden

Usedom ist bekannt für seine Kaiserbäder Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin – drei historische Seebäder mit weißen Villen, langen Promenaden und einer Atmosphäre die an die große Zeit der Badekultur erinnert. Die längste Strandpromenade Europas verbindet die drei Orte miteinander.

Was Usedom für Naturreisende interessant macht ist der Naturpark Insel Usedom im Westen der Insel – kaum erschlossen, viel Wasser und eine Stille die man von den belebten Kaiserbädern nicht erwartet.

Ideal für: Reisende die historisches Flair und Natur kombinieren wollen.

Praktische Tipps für Rügen und die Ostseeküste

Anreise

Rügen ist per Auto über die Rügenbrücke erreichbar – von Berlin ca. 3 Stunden, von Hamburg ca. 2,5 Stunden. Per Bahn fährt der IC direkt nach Binz – eine der schönsten Bahnstrecken Norddeutschlands.

Hiddensee ist nur per Fähre erreichbar – von Stralsund, Schaprode oder Breege auf Rügen.

Die beste Reisezeit

Frühling und Herbst sind für Naturreisende oft die schönsten Jahreszeiten auf Rügen. Das Licht ist anders, die Strände sind leer und die Natur hat eine Intensität die im Sommer durch den Tourismus etwas überlagert wird. Der Herbst mit den Kranichzügen über den Bodden ist ein besonderes Erlebnis das viele nicht kennen.

Übernachten

Binz ist der komfortabelste Ort auf Rügen mit dem besten Hotelangebot. Wer es ruhiger mag wählt Sellin, Göhren oder einen der kleineren Orte im Landesinneren. Auf Hiddensee gibt es nur wenige Hotels – früh buchen ist Pflicht.

→ Tipp: Rügen hat eine Kurabgabe die im Übernachtungspreis enthalten ist. Die Gästekarte die man dafür bekommt ist auf vielen Fähren und in einigen Attraktionen gültig – lohnt sich beim Check-in danach zu fragen.

Was ein Rügen-Kurztrip kostet

Rügen ist preislich gut aufgestellt – von günstig bis gehoben ist alles vertreten.

Einfaches Strandhotel mit Frühstück: 70 bis 130 Euro pro Nacht und Person. Komfortables Hotel in Binz mit Meerblick: 130 bis 250 Euro pro Nacht und Person. Fähre nach Hiddensee: ca. 20 Euro hin und zurück pro Person.

Die Nebensaison von Oktober bis April ist deutlich günstiger – und für Naturreisende oft die schönere Zeit.

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Gut vorbereitet in die Auszeit – mit der richtigen Karte

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