Amsterdam hat ein Imageproblem. Die meisten Menschen denken bei dem Namen an überfüllte Grachten, Touristengruppen auf Leihfahrrädern und lange Warteschlangen vor den Museen. Das ist Amsterdam – aber es ist nicht das einzige Amsterdam.
Es gibt ein anderes Amsterdam. Ein Amsterdam das in den Nebenstraßen der Jordaan liegt, in den kleinen Cafés am Wasser, in den Märkten die Einheimische besuchen und in den Museen die keine Warteschlangen haben weil sie zu wenig bekannt sind. Dieses Amsterdam ist für Reisende ab 50 das schönste – weil man die Erfahrung und die Gelassenheit hat es zu finden.
Die besten Viertel für Genießer
Die Jordaan – das schönste Viertel Amsterdams
Die Jordaan ist das Herz des echten Amsterdams. Enge Gassen, historische Grachtenhäuser, kleine Galerien und Antiquitätenläden, Cafés in denen die Zeit steht und eine Atmosphäre die zwischen Bohème und Gemütlichkeit pendelt.
Was die Jordaan besonders macht ist die Menschlichkeit. Keine großen Hotels, keine Touristenmassen – stattdessen echte Amsterdamer die hier leben, einkaufen und ihre Freizeit verbringen. Wer durch die Jordaan schlendert versteht warum Amsterdam eine der beliebtesten Städte Europas ist – nicht wegen der Sehenswürdigkeiten sondern wegen der Atmosphäre.
Ideal für: Reisende die das echte Amsterdam jenseits der Touristenpfade suchen.
De Pijp – lebendig, international, authentisch
De Pijp ist das lebendigste Viertel Amsterdams – und das am wenigsten touristisch erschlossene der bekannten Stadtteile. Der Albert Cuyp Markt, der größte Straßenmarkt der Niederlande, findet hier täglich statt und ist einer der authentischsten Orte der ganzen Stadt.
Was De Pijp besonders macht ist die Internationalität. Das Viertel hat eine Mischung aus niederländischer Gemütlichkeit und internationalen Einflüssen die in Amsterdam einzigartig ist. Die Restaurants sind günstiger als in der Innenstadt, die Atmosphäre ist echter und die Menschen sind offener.
Die Oostelijke Eilanden – Hafen und Architektur
Die östlichen Hafeninseln – Java-eiland, KNSM-eiland und Borneo-eiland – sind eines der spannendsten Architekturprojekte Europas der letzten Jahrzehnte. Auf alten Hafengeländen entstand eine neue Stadtlandschaft die internationale Architektur mit Wasserlage verbindet.
Was die Oostelijke Eilanden für Genießer besonders macht ist die Ruhe. Kaum Touristen, viel Wasser, interessante Architektur und eine Atmosphäre die völlig anders ist als die historische Innenstadt. Ein Spaziergang durch die Hafeninseln ist wie ein Ausflug in ein anderes Amsterdam.
Museum Quarter – Kultur ohne Gedränge
Das Museum Quarter rund um das Rijksmuseum und den Vondelpark ist tagsüber voll – aber morgens früh und abends hat es eine Eleganz und Stille die man in Amsterdam selten findet. Die breiten Straßen, die prächtigen Villen und der Vondelpark der sich dahinter erstreckt machen das Viertel zu einem der schönsten Spazierziele der Stadt.
Die besten Museen für Genießer
Rijksmuseum – Rembrandts Nachtwache und mehr
Das Rijksmuseum ist eines der schönsten Museen Europas – nicht nur wegen seiner Sammlung sondern wegen des Gebäudes selbst. Die Nachtwache von Rembrandt ist das bekannteste Werk, aber die Sammlung hat hunderte von Meisterwerken die man entdecken kann wenn man sich Zeit lässt.
Was das Rijksmuseum für Genießer besonders macht ist die Möglichkeit es langsam zu erleben. Wer nicht alle Highlights abarbeiten will sondern sich auf drei oder vier Werke konzentriert die ihn wirklich interessieren macht eine andere Erfahrung als der Durchschnittstourist.
→ Tipp: Das Rijksmuseum öffnet um neun Uhr – wer zur Öffnung da ist hat die ersten Stunden fast für sich alleine. Tickets immer im Voraus online buchen um Warteschlangen zu vermeiden.
Van Gogh Museum – einer der bewegendsten Museumsbesuche
Das Van Gogh Museum ist mehr als eine Kunstausstellung – es ist eine Biografie in Bildern. Die Entwicklung von Van Goghs Stil über die Jahre, die Briefe an seinen Bruder Theo und die Werke aus seinen letzten Lebensjahren zusammen erzählen eine Geschichte die kaum jemanden kalt lässt.
Was das Van Gogh Museum besonders macht ist die emotionale Wirkung. Man geht rein um Gemälde zu sehen und kommt raus mit dem Gefühl einen Menschen kennengelernt zu haben.
→ Tipp: Tickets für das Van Gogh Museum sind oft Wochen im Voraus ausverkauft – unbedingt online buchen bevor man nach Amsterdam fährt.
Stedelijk Museum – moderne Kunst ohne Einschüchterung
Das Stedelijk Museum direkt neben dem Rijksmuseum zeigt moderne und zeitgenössische Kunst – und ist deutlich weniger überfüllt als die bekannteren Nachbarn. Wer moderne Kunst mag oder neugierig darauf ist findet hier eine Sammlung die zu den besten in Europa gehört.
Het Scheepvaartmuseum – Seefahrtsgeschichte zum Anfassen
Das Scheepvaartmuseum – Schifffahrtsmuseum – ist eines der unterschätztesten Museen Amsterdams. Ein historisches Lagerhaus am Wasser, eine der größten Sammlungen zur niederländischen Seefahrtsgeschichte der Welt und ein nachgebautes Ostindien-Kompanie-Schiff im Außenbereich das man betreten kann.
Was das Scheepvaartmuseum besonders macht ist die Zugänglichkeit. Keine abstrakten Kunstwerke die man nicht versteht – sondern Geschichte die man anfassen und erleben kann.
Essen und Trinken in Amsterdam
Das echte niederländische Café
Das niederländische Café – Kroeg genannt – ist das Herzstück des Amsterdamer Soziallebens. Keine Touristenfalle sondern ein Ort an dem Einheimische nach der Arbeit zusammenkommen, Bier trinken und reden. Dunkles Holz, alte Bierdeckel an den Wänden und eine Gemütlichkeit die man in modernen Bars nicht findet.
Die schönsten alten Cafés – Bruine Kroegen genannt wegen ihrer braunen Wände die vom Jahrzehnte alten Tabakrauch stammen – findet man in der Jordaan und rund um den Spui-Platz.
Albert Cuyp Markt – der beste Markt der Stadt
Der Albert Cuyp Markt in De Pijp ist täglich geöffnet und einer der schönsten Märkte Europas. Frischer Fisch, niederländischer Käse, Stroopwafels direkt vom Waffeleisen und eine Auswahl an internationalen Spezialitäten die die Multikulturalität Amsterdams widerspiegelt.
Ein Mittagessen vom Markt ist eines der authentischsten Erlebnisse die Amsterdam zu bieten hat – und eines der günstigsten.
Niederländische Küche neu entdecken
Die niederländische Küche hat einen schlechteren Ruf als sie verdient. Haring – roher Hering der mit Zwiebeln gegessen wird – ist eine Delikatesse die man einmal probiert haben sollte. Erwtensoep – die dicke Erbsensuppe – ist im Winter eines der wärmendsten Gerichte Europas. Und der niederländische Käse – Gouda, Edam, Beemster – ist in der Qualität die man direkt beim Käsehändler bekommt eine andere Welt als der verpackte Supermarktkäse.
→ Tipp: Die besten Käseläden Amsterdams findet man in der Jordaan – nicht die touristischen Käseläden in der Innenstadt sondern echte Händler die an Einheimische verkaufen.
Praktische Tipps für Amsterdam
Die richtige Unterkunft
Amsterdam ist teuer – besonders in der Innenstadt. Wer nicht im teuersten Hotel der Stadt übernachten will wählt ein Hotel in De Pijp, in der Jordaan oder im Museum Quarter – alle gut erreichbar und deutlich günstiger als direkt am Damrak.
Eine Alternative sind die kleinen Boutique-Hotels in historischen Grachtenhäusern – oft familiengeführt, mit mehr Charakter als große Kettenhotels und manchmal überraschend günstig wenn man früh bucht.
Fortbewegung in der Stadt
Amsterdam ist am schönsten zu Fuß zu erkunden – die Entfernungen sind überschaubar und die Stadt zeigt sich dem Fußgänger von ihrer besten Seite. Für längere Strecken sind Tram und Metro gut ausgebaut und einfach zu nutzen.
Fahrrad fahren in Amsterdam ist für Ortsunkundige manchmal stressig – die Niederländer fahren schnell und die Radwege haben eigene Regeln die man kennen muss. Wer unsicher ist lässt das Fahrrad lieber sein.
Wann man Amsterdam besuchen sollte
Amsterdam ist das ganze Jahr schön – aber Frühling und Herbst sind die angenehmsten Reisezeiten. Im Frühling blühen die Parks, im Herbst liegt die Stadt manchmal im Morgennebel der die Grachten besonders schön macht. Sommer ist voll – wer in der Hauptsaison kommt bucht früh und besucht die Sehenswürdigkeiten morgens früh.
→ Für Tagesausflüge aus Amsterdam in die Umgebung – Keukenhof, Haarlem, Den Haag – empfehlen wir einen Mietwagen für maximale Flexibilität. Jetzt Mietwagen vergleichen
Was ein Amsterdam-Kurztrip kostet
Einfaches Hotel in guter Lage: 120 bis 200 Euro pro Nacht und Person. Boutique-Hotel im Grachtenviertel: 200 bis 380 Euro pro Nacht und Person. Rijksmuseum Eintritt: 22,50 Euro pro Person. Van Gogh Museum: 22 Euro pro Person. Albert Cuyp Markt Mittagessen: 8 bis 15 Euro.
Utrecht oder Leiden als Basis statt Amsterdam spart 40 bis 80 Euro pro Nacht – und per Bahn ist man in 30 Minuten in Amsterdam.
→ Wer für den Amsterdam-Kurztrip mit der richtigen Karte zahlt spart besonders viel – die Niederlande sind nahezu bargeldlos und jede Kartenzahlung mit einer normalen deutschen Karte kostet extra. Unsere Übersicht zeigt welche Reisekreditkarten sich für Niederlande-Reisen wirklich lohnen.
Gut vorbereitet in die Auszeit – mit der richtigen Karte
Wer für den Amsterdam-Kurztrip mit der richtigen Karte zahlt spart besonders viel – die Niederlande sind nahezu bargeldlos und jede Kartenzahlung mit einer normalen deutschen Karte kostet extra. Unsere Übersicht zeigt welche Reisekreditkarten sich für Niederlande-Reisen wirklich lohnen.
Jetzt Kreditkarten vergleichen →