Eifel und Hunsrück – der unterschätzte Geheimtipp für Naturliebhaber

Wer die Eifel noch nicht kennt, hat etwas verpasst. Nicht weil sie besonders bekannt ist – sondern genau deshalb nicht. Vulkankrater die sich in stille Seen verwandelt haben, weite Hochebenen auf denen der Wind pfeift, dichte Wälder und eine Stille die man in der Nähe zu Köln und Düsseldorf kaum erwartet.

Der Hunsrück direkt nebenan ist noch ruhiger – eine Mittelgebirgslandschaft die kaum touristisch erschlossen ist und genau deshalb eine Authentizität hat die viele modernere Reiseziele verloren haben.

Dieser Artikel zeigt dir warum Eifel und Hunsrück zu den schönsten Natur-Kurztrip-Zielen in Deutschland gehören – und was die Region für Reisende ab 50 besonders macht.

Warum die Eifel so besonders ist

Die Eifel ist geologisch einzigartig in Deutschland. Vor Jahrtausenden war die Region vulkanisch aktiv – und die Spuren davon sind überall sichtbar. Die Maare sind das bekannteste Beispiel: kreisrunde Seen die in alten Vulkankratern entstanden sind und eine Stille und Tiefe haben die man kaum beschreiben kann.

Das Laacher See-Gebiet, die Vulkaneifel rund um Daun und die Westeifel an der Grenze zu Belgien und Luxemburg sind drei völlig verschiedene Gesichter einer Region die auf engstem Raum eine erstaunliche Vielfalt bietet.

Dazu kommt die Infrastruktur. Der Eifelsteig – einer der schönsten Fernwanderwege Deutschlands – ist gut ausgebaut und in viele kurze Tagestouren unterteilbar. Die Hotels sind meist familiengeführt, die Küche regional und die Preise deutlich günstiger als in bekannteren Reiseregionen.

Die schönsten Orte in der Eifel

Monschau – das schönste Fachwerkstädtchen der Eifel

Monschau ist einer jener Orte die man einmal gesehen haben muss. Das mittelalterliche Fachwerkstädtchen liegt in einem engen Tal der Rur und hat eine Atmosphäre die sich anfühlt als wäre die Zeit stehengeblieben. Keine breiten Touristenstraßen, keine Souvenirkitsch-Läden – stattdessen echte Handwerksbetriebe, gute Restaurants und eine Ruhe die man in dieser Schönheit kaum erwartet.

Was Monschau besonders macht ist die Kombination aus historischer Architektur und umgebender Natur. Die Wege rund um die Stadt führen durch Täler und Wälder die zu den schönsten der Region gehören.

Ideal für: Reisende die Geschichte, Architektur und Natur in einem wollen. Entfernung von Köln: ca. 1,5 Stunden, von Aachen: ca. 45 Minuten.

Vulkaneifel – Maare und Stille

Die Vulkaneifel rund um Daun ist das Herzstück der geologischen Besonderheiten der Region. Die drei großen Maare – Gemündener Maar, Weinfelder Maar und Schalkenmehrener Maar – liegen auf engstem Raum beieinander und bieten Spazierwege die zu den schönsten und ruhigsten in ganz Deutschland gehören.

Was die Maare besonders macht ist die absolute Stille. Kein Motorenlärm, kein Stadtgeräusch – nur Wind, Wasser und Vögel. Für Menschen die wirklich ankommen wollen ist das ein Ort der sofort wirkt.

Ideal für: Reisende die Stille und geologische Besonderheiten suchen. Entfernung von Trier: ca. 1 Stunde, von Koblenz: ca. 1 Stunde.

Nürburgring-Region – mehr als Motorsport

Der Nürburgring ist bekannt – aber die Region drumherum ist es nicht. Adenau, das Ahrtal und die Hocheifel rund um den Ring haben eine Natur die von den meisten übersehen wird weil der Name zu sehr mit Motorsport verbunden ist.

Das Ahrtal ist eine der schönsten Weinregionen Deutschlands – enge Täler, Rotwein der seinesgleichen sucht und eine Landschaft die trotz der schweren Flut von 2021 wieder aufgebaut wird und ihre Schönheit zurückgewinnt.

Ideal für: Reisende die Natur und Weinkultur kombinieren wollen.

Cochem und die Mosel – wo Eifel auf Flusslandschaft trifft

Am Rand der Eifel liegt die Mosel – einer der schönsten Flüsse Deutschlands. Cochem mit seiner Burg hoch über dem Fluss ist der bekannteste Ort, aber die ganze Moselschleife zwischen Cochem und Trier hat eine Schönheit die ganzjährig beeindruckt.

Weinberge die steil zum Fluss abfallen, mittelalterliche Burgen auf jedem Hügel und Weinkeller die seit Jahrhunderten denselben Riesling produzieren – das ist ein Kurztrip der alle Sinne anspricht.

Ideal für: Reisende die Natur, Geschichte und Weingenuss in einem wollen. Entfernung von Koblenz: ca. 1 Stunde.

Der Hunsrück – Natur ohne Kompromisse

Der Hunsrück ist die ruhigere Schwester der Eifel. Weniger bekannt, weniger besucht und genau deshalb für viele Reisende die schönere Entdeckung. Der Hunsrück-Hochwald-Nationalpark ist einer der jüngsten Nationalparks Deutschlands und hat eine Unberührtheit die man in dieser Form kaum noch findet.

Idar-Oberstein – Edelsteine und Felsenwelten

Idar-Oberstein ist ein Ort der überrascht. Die in den Felsen gebaute Felsenkirche ist eines der ungewöhnlichsten Kirchengebäude Deutschlands und allein eine Reise wert. Dazu kommt eine jahrhundertelange Edelsteinschleifertradition die den Ort einzigartig macht.

Simmern und das Rheinhunsrück-Land

Das Rheinhunsrück-Land zwischen Simmern und dem Rhein ist kaum touristisch erschlossen – und genau das ist sein größter Vorteil. Weite Aussichten, ruhige Waldwege und eine Gastlichkeit die echt ist weil sie nicht auf Massentourismus ausgerichtet ist.

Praktische Tipps für Eifel und Hunsrück

Die beste Reisezeit

Frühling und Herbst sind die schönsten Jahreszeiten in der Eifel. Im Frühling blüht die Region auf, im Herbst färbt sich der Wald in Farben die man kaum glaubt. Sommer ist angenehm aber manchmal etwas voller an den bekannten Maaren. Winter hat seinen eigenen Reiz – verschneite Hochebenen und eine Stille die noch tiefer ist als sonst.

Anreise und Mobilität

Eifel und Hunsrück sind mit dem Auto am besten erreichbar. Viele der schönsten Orte liegen abseits der Hauptbahnstrecken. Wer kein Auto hat findet von Köln, Trier und Koblenz aus Busverbindungen – aber die Flexibilität ist mit dem Auto deutlich größer.

Übernachten

Familiengeführte Hotels und Gasthäuser sind in der Region die beste Wahl. Günstig, persönlich und mit einer Küche die regional und ehrlich ist. Große Kettenhotels gibt es kaum – das ist ein Vorteil.

→ Tipp: Viele Gasthäuser in der Eifel haben eigene Jagd- und Fischereiprivilegien – Wild und Fisch auf der Karte sind oft frischer als anderswo. Lohnt sich beim Abendessen darauf zu achten.

Was ein Eifel-Kurztrip kostet

Die Eifel gehört zu den günstigeren Reiseregionen in Deutschland – bei gleichzeitig hoher Qualität.

Einfaches Landgasthaus mit Frühstück: 55 bis 100 Euro pro Nacht und Person. Komfortables Hotel mit Halbpension: 100 bis 180 Euro pro Nacht und Person. Nationalpark-Eintritt: kostenlos.

Wer drei Nächte bleibt und direkt beim Hotel bucht bekommt fast immer bessere Konditionen als bei der Online-Buchung über Portale.

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